Wettbewerb Aufstockung Landesgeschäftsstelle Architektenkammer RLP Mainz
Der neu zu errichtende Baukörper der Aufstockung soll als Solitär erkennbar bleiben und den nahezu quadratischen Grundriss des darunterliegenden Geschosses aufnehmen. Zusätzlich soll die Glasfuge, welche im EG durch den Eingang zum Gebäude gebildet wird, auch im Obergeschoss ablesbar sein. Die Fassade im OG springt zurück, der Raum verjüngt sich zu einem Übergang, der den darunterliegenden Flur quert.
Aufgrund der statischen Gegebenheiten des Bestandes sowie dem Anspruch ein nachhaltiges Gebäude zu errichten, wurde eine Konstruktion aus Brettschichtholz gewählt.
Die gewählte Konstruktion als Holzrahmenbau ermöglicht durch ihre Vorfertigung eine optimierte Bauzeit. Der Holzrohbau kann nach der Errichtung von STB-Überzügen zur Ertüchtigung der Decke über EG innerhalb weniger Tage montiert werden.
Der betrieb im Erdgeschoss kann uneingeschränkt fortgeführt werden, da durch die leichte Konstruktion keine invasiven Eingriffe zur statischen Ertüchtigung erforderlich sind.
Alle tragenden Bauteile befinden sich in den Außenwänden. Hierdurch und durch die strikte Einhaltung eines Konstruktionsrasters wird eine flexible Grundrissgestaltung ermöglicht. Alle nicht tragenden Innenwände werden auf den Estrich gestellt und können so mit nur kleinem Aufwand verändert werden.
In jedem Achsrasterfeld ist eine Beleuchtung enthalten, welche über BUS-System programmierbar ist, wodurch diese in Raum-Gruppen entsprechend zusammengeschaltet werden können. Strom- und Netzwerkversorgung der Arbeitsplätze erfolgt ,unabhängig der Innenwände, im Sockelkanal der Außenfassade.
Der Gebäudeteil wird mittels einer Fußbodenheizung geheizt. Die Heizkreise sind in den Achsfeldern angelegt. Die Wandachsen werden nur in definierten Bereichen gekreuzt.
Die großen Glasflächen sind im Südwesten und Nordosten mit feststehenden Holzlamellen als Sonnenschutz ausgestattet. Die große Fassade nach Nordwesten verfügt über Raffstoreanalagen. Zusätzlich wird das Gebäude durch den hohen Baumbestand am Hindenburgplatz und an der Adam-Karillon-Straße verschattet.
Hohe Wärmelasten werden über Latent-Wärmespeicher (PCM) im Bereich der abgehängten Decke abgepuffert. Die dort am Tag gespeicherte Wärme wird über die automatisch betriebenen Lamellenfenster mittels Nachtluftkühlung abtransportiert.
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